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Nachtangst

Inhalt Nachtangst – Das Wesen der Stille

Nacht für Nacht kämpft Emely mit den Dämonen ihrer Kindheit. Vom wahnhaft christlichen Vater jahrelang seelisch misshandelt, kann sie auch als Teenager die widersinnige Angst vor Hexen und Wiedergängern nicht abschütteln, die er in ihr gesät hat. In ihren Träumen erwachen die Wesen der Dunkelheit zum Leben und verzehren sich nach ihrem Blut.

Als ein schwerer Schicksalsschlag die junge Frau gänzlich aus der Bahn wirft, beginnen Vision und Realität zu verschmelzen – bis es kein Entrinnen mehr gibt und Emely sich der Wahrheit stellen muss.

Der Wahrheit über die Angst. Aber vor allem über sich selbst.

Titel: Nachtangst – Das Wesen der Stille / Autor: Emely Dark / Verlag: – / Seiten: 356 / Genre: Thriller/
Teil einer Reihe: Nein

Intensiv, gewaltiger Schreibstil, Potenzial, neutral

Zuvor ich mit meiner Meinung Anfange möchte ich noch etwas hinzufügen. Egal ob ihr das Buch lesen möchtet oder schon gelesen habt. Denkt daran, dass es sich bei diesem Buch um eine Art Vergangenheitsbewältigung handelt. So ein Buch zu schreiben ist sehr schwer. Dennoch kann ich nur das Bewerten was ich gelesen habe und habe mich dazu entschlossen auch nur dies zu bewerten.

Seit langem ist dies wieder mein erstes Buch, was so realistisch war.
Emely Dark zeigt in ihrer Geschichte das wahre Leben. So verläuft die Geschichte nicht immer nach einem roten Faden, es holpert und nicht immer erkennt man den Sinn direkt oder auch gar nicht.
Einiges wirkt auf einen sehr unreal und unwirklich.


Angefangen von der Grausamkeit des Vaters, die man direkt am Anfang spürt. Man will das nicht wahrhaben. Dann die Stimme die Emely Dark unsere Protagonistin immer wieder heimsucht. Sie hat mir an vielen Stellen des Buches einen Schauer über den Rücken gejagt und gewährt einem auch einen indirekten Einblick in Emelys Gefühlswelt. Die sonst eher distanziert wirkt. Man könnte sie mehr als Geist bezeichnen. Ein Schatten ihrer selbst. In der ganzen Geschichte außer am Anfang und am Ende war sie für mich sehr blass und sehr unscheinbar. Was auch zur trübseligen Stimmung im ganzen Buch dazu beiträgt, jedoch bei mir dafür sorgte, dass ich mich in Emely als Charakter/ Figur nicht wirklich hineinversetzen konnte.

Aber auch das ein esoterischer Punkt mit in die Geschichte eingebracht wurde macht das alles unrealistisch. Hier ist es aber nicht positiv. Es ist nicht wie bei der Stimme die mehr wie ihr zweites Ich zu ihr spricht, sondern, dass es einfach nicht passte. Ich hatte da mehr das Gefühl, das nun die Rettung für Emely herbeigeführt werden sollte. Die ich mir an mehreren Stellen gewünscht habe. Denn obwohl ich mit ihr nicht mitfiebern konnte, wünschte ich mir eine Wendung.
Aber dieser esoterische Punkt war mir einfach zu unreal.

Was mich jedoch mehr als erstaunt hat und Irritierte war, dass Ende bzw. die Hinführung zum Ende. Nach dem esoterischen Teil verlor ich zwar zunehmend die Lust die Geschichte weiter zu verfolgen aber ab da war ich schon fast Sauer. Denn, man wird wieder an den Anfang der Geschichte zurückgeführt und es passiert was, was ich mir einfach nicht erklären kann. Warum es so ist. Warum Emely diesen Schritt geht. Ich habe Emely gehasst dafür und ich meine die Protagonistin.


Hier fehlten mir einfach mehr Fakten. Fakten über Emelys seelischen Zustand. Auf diesen wird zwar eingegangen aber nur oberflächlich oder es wird in andere Nebenhandlungen verpackt, die offen gelassen werden.

Was für mich leider auch einen Faden Beigeschmack hatte war, dass ich das Gefühl nicht loswurde einen New Adult Roman zu lesen, statt einen Thriller.
Wir haben in der Geschichte eine Dreiecksbeziehung, die Figuren haben eine Vergangenheit, über die sie nicht wirklich reden wollen und dies verhindert das Zusammenkommen. So richtig als Thriller habe ich es erst akzeptiert als ich mit dem Buch fertig war. Also wenn man den Anfang und das Ende zusammenpackt währe es ein Thriller und die Mitte ist das der New Adult Roman.

Es gibt aber eine Sache und die möchte ich hier mehr als nur Loben und war der Grund warum ich das Buch überhaupt komplett gelesen habe. Das ist der Schreibstil der Autorin. Er ist gewaltig und wirklich grandios. Ich liebe ihre Art wie sie schreibt.

Fazit:


„Nachtangst“ von Emely Dark, hat einen grandioses Schreibstil und die hat das reale Leben durchaus sehr gut dargestellt, jedoch hätte ich mir da einfach ein wenig mehr Struktur gewünscht. Auch war für mich der rote Faden nicht immer zu erkennen. Alle die es lesen möchten erwartet nicht wie ich einen super spannenden Thriller oder eine Protagonistin, der man mitfiebern kann.
Wenn ihr Trainspotting (Film) kennt so in der Art ist er aufgebaut. Die Geschichte hat mehr was künstlerisches.

©Foto: Sabrina Wohlert
Cover / Klappentext: Emely Dark

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