Zum Inhalt springen

Herz am langen Zügel

Ich liebe Pferdegeschichten, ich bin ja auch ein Pferdemädchen. Aber selten sehe ich Pferdegeschichten für Erwachsene. Daher ist mir „Herz am langen Zügel“ von Antje Szillat aus dem Knaur Verlag direkt aufgefallen.


Danke an den Verlag der mir das eBook als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Eine romantisch-turbulente Komödie und ein gefühlvoller Frauen-Roman um eine Pferdenärrin wider Willen von der Kinderbuch-Bestseller-Autorin Antje Szillat und eine gefühlvolle Familiengeschichte um eine Frau, die den Weg zurück zu ihren Eltern findet. Mila, 31, erfolgreich und glücklich als hipper Hamburger Single, kann sich nichts Schlimmeres vorstellen, als ihre Designer-Pumps wieder gegen Gummistiefel zu tauschen. Genau das erwartet sie auf dem Pferdehof ihrer Eltern, und genau deshalb will sie eigentlich so schnell wie möglich wieder fort. Wären da nicht die Pferde, die etwas in Mila berühren, das sie längst verloren geglaubt hat. Als dann auch noch der Springreiter Stefan mit seinem Hannoveraner-Hengst Hot Chocolate auftaucht, muss Mila sich entscheiden: Kann sie ihrem Herzen noch einmal die Zügel freigeben, um endlich die große Liebe zu erleben?

Titel: Herz am langen Zügel / Autor: Antje Szillat / Verlag: Knaur / Genre: Liebeskomödie /
Teil einer Reihe: Nein

Ich hatte ja nicht sehr hohe Erwartungen an die Geschichte und habe auch nicht gehofft, dass der Pferdeteil korrekt dargestellt wurde. Aber genau dies war in „Herz am langen Zügel“.
Aber zum Anfang. Mila lebt ihr Luxusleben in Hamburg. Ab von dem Land, Familie und ihrer Vergangenheit. Durch die ersten paaren Kapitel erfährt man direkt die Grundproblematik und bekommt einen kleinen Einblick ins Leben von der Protagonistin Mila. Mit dem Verlauf der Geschichte erfährt man aber mehr und auch das sie nicht immer dieses Luxusgirl ist, sondern die auch anpacken kann.

Denn, als ihr Vater erkrankt sieht sie sich gezwungen in ihr altes Leben zurück zu kehren. Dort steht sie vor ihrem größten Problem, denn sie war seit Jahren nicht mehr bei ihren Eltern am Hof und hat auch nie danach gefragt. Dieses Problem beschreibt die Autorin Antje Szillat sehr schön und hat sie sehr gut herausgearbeitet. Antje Szillat hat diesen Teil sehr langsam entwickeln lassen, so konnte ich das Handeln der Protagonistin verstehen und nachempfinden. Auch dem Bereich der Pferde lässt sie Raum, um alles ausreichend zu beschreiben aber mich als Leser nicht zu erschlagen. Hier wird auch nichts beschönigt oder romantisiert.
Auch die Liebesgeschichte mit dem gutaussehenden Nachbarn, stand für mich nicht im Vordergrund und war auch nicht übertrieben. Sie war eine süße Kirsche auf der Schlagsahne.

Das Einzige was mich etwas gestört hat war das Ende. Da wurde es ein kleines Hin und Her, da wäre es mir lieber gewesen, man hätte es vorher schon beendet oder man hätte noch ein paar mehr Seiten dazugeschrieben. Denn das Ende ist zwar ein Ende und schließt alles ab, es schließt die Geschichte etwas holprig ab.

„Herz am langen Zügel“ ist eine sehr schöne leichte Liebesgeschichte mit realistischen Darstellungen im Thema Pferden, in der die Familie vom Vordergrund steht und mit sehr viel Realität geschildert wird. Ich kann es empfehlen und hat mir sehr viel Freude gemacht es zu lesen.

©
Cover/ Klappentext: Knaur Verlag
Foto: Sabrina Wohlert

Kommentare sind geschlossen.