sympathisch, klug, direkt und Humor

 

Cat Monrore durfte ich auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernen und sie war mir direkt sympatisch. Sie ist direkt und man merkt das sie mit beiden beinen im Leben steht und mit sich im reinen ist nimmt sich ihren Gegenüber direkt ein und verzaubert einen. Mich hat zwar schon mit ihrem Buch eingenommen gehabt aber nach dem Treffen war mir klar ich werde diese sympatische Autorin im Auge behalten und sollte mehr Gehör bekommen.
Aber überzeugt euch selbst.

 

Auf dem Markt gibt es schon einige Autoren die sich dem Genre Erotik zugewandt haben, was hat sie dazu bewegt in diesem Genre zu schreiben?

Das geschah eher zufällig. Ich schrieb eine Geschichte, die einen erotischen Touch hatte. Eine Freundin las den Text und sagte, den musst du an einen Verlag schicken, der ist toll. Ich dachte, verlieren kann ich nichts, also suchte ich im Internet einen Verlag mit erotischer Literatur und schickte das Manuskript ein. Es wurde angenommen. Vom Verlag und vom Publikum.

Ich denke, dass das Schreiben über Erotik auch eine gewisse Art der Rebellion gegen ein strenges, lustfeindliches Elternhaus und gegen die Konventionen ist. Leider bewegt sich erotische Literatur immer noch in einer Grauzone, zwischen schmuddelig und plüschig. Sie wird als weniger anspruchsvoll hingestellt, obwohl mir vermutlich jeder Autor erotischer Geschichten zustimmt, dass sich die Texte nicht aus dem Ärmel schütteln lassen, sondern wie jede andere Literatur bestimmten Regeln folgt.

 

Was unterscheidet ihr Buch von vielen anderen?

„Engel lieben süße Sünden“ ist eine Kurzgeschichtensammlung. Kleine heiße Häppchen, wie es meine Freundin nannte. Erotische Nischen im Alltagseinerlei, für Leser, die wenig Zeit haben, zur Inspiration und Anregung.

 

Ich als Leser von erotischen Geschichten bekomme ich oft zu hören was für ein Schund es ist, hast du keine eigne Fantasy oder Groschenroman, was würde sie ihnen sagen?

Das habe ich als Autorin auch schon gehört. Sogar von Autorenkollegen, die sich für „besser“ halten, weil sie kein „Schweinkram“ schreiben. Ich finde es arrogant, wenn mir ein Fremder vorschreiben will, was ich für gute oder „schlechte“ Literatur halten soll. Darüber bilde ich mir meine eigene Meinung.

Henry Millers Bücher waren lange Zeit verboten. Sie gelten heute als Klassiker. Wo will man den Maßstab ansetzen? Weil er in den 30er Jahren schrieb und verboten wurde, sind seine Bücher nicht schlechter oder besser, als die erotische Literatur heute. (Ok, provokativ.)

Wobei man daran denken sollte (siehe Regeln): zu Erotik gehört eine interessante Geschichte, Spannung, Atmosphäre, Humor, usw. Der Autor sollte seine Figuren und die Geschichte mögen und nicht „sex sells“ im Auge haben.

Provokant: Wenn das der Fall wäre, wäre sämtliche Literatur unnütz, soll sich doch jeder selbst was ausdenken und seine Fantasie spielen lassen – oder: wer am lautesten schreit, tut es nur, um seine eigene Obsession zu vertuschen.

Sachlich: Liebe und Sex gehören zum Leben dazu. Warum soll man nicht darüber schreiben oder lesen? Was ist verkehrt daran, sich inspirieren zu lassen und in eine andere Welt einzutauchen, auch erotisch? Es kann eine Bereicherung für das eigene Leben sein und vielleicht auch als Katalysator für Gespräche mit dem Partner. Denn dort, wo man eigentlich Fantasien tauschen sollte, fällt es meistens besonders schwer, im eigenen Bett.

 

Wenn ich zu einem Buch greife erwarte ich etwas von der Geschichte. Sie soll mich amüsieren, mich zum Nachdenken anregen, einfach nur ablenken, mir Wissen vermitteln oder mir einfach ein schönes Gefühl in der Bauchgegend geben.
Welche Intension haben sie als Autor?

Genau diese! Anregung, Prickeln. Weiterbildung im besten Sinne. Wobei sich nicht nur der Leser bildet, sondern auch der Autor. Inspiriert werden. Spannung, Humor, Abschalten vom Alltag.

 

Sie dürften etwas machen ohne eine Strafe dafür zu bekommen, was wäre es?

Darüber hab ich mir den Kopf zerbrochen und da gibt es nichts Bestimmtes. Entweder habe ich zu wenig kriminelle Energie oder ich tue schon das, was mir Spaß macht.

 

Vervollständigen sie die Sätze

Kritik ist…hilfreich, wenn sie konstruktiv ist und aus den richtigen Beweggründen gegeben wird. (Um den Autor weiterzubringen und nicht ihm eins auszuwischen.)

Der erste Satz…ist der wichtigste, wie auch der erste Absatz und die erste Seite, sie müssen den Leser überzeugen.

Beim Schreiben…geht es mir gut, denn ich wandere in anderen Welten, dabei vergesse ich die Zeit und alles, was mir Sorgen macht.

 

Wenn sie hellsehen könnten, was würden sie sehen?

Es wäre schon sehr interessant, wenn ich sehen könnte, wie mein Leben und mein Schreiben weitergehen.

 

Ihr wollt die Autorin wie ich auch im Auge behalten dann schaut auf ihrer Seite vorbei.

Blog der Autorin

 

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