Ist böse sein verehrbar, oder spielt das Umfeld eine rolle?

Bildquelle: randomhouse.de

 

Titel: Ich bin böse
Autor: Ali Land
Verlag: Goldmann
Erschienen: 20.02.2017
Format: Taschenbuch
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 978-3-442-48456-0
Preis: Taschenbuch 9,99€
e- Book 8,99€
Teil einer Reihe: Nein
Genre: Thriller

 

>>Klappentext<<

Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Eine neue Identität soll alle Spuren zu ihrer Vergangenheit verwischen. Denn Milly ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. Denn Milly ist die Tochter ihrer Mutter …

Textquelle: randomhouse.de

 

>>Meine Meinung<<

Das Cover war hier einer der Gründe, warum es mein Interesse geweckt hat. Durch das verschwommene Gesicht nimmt es was Geheimnisvolles an, aber wirkt auch dramatisches.
Der Klappentext tat dann seinen Rest.

Ich war so gespannt, was mich erwartet. Aber meine Erwartung war sehr hoch, schließlich ist die Autorin vom Fach und erhoffte mir einen tiefen Einblick, viele Gedanken und wenig wörtliche Rede.
Bereits nach den ersten paar Seiten war mir klar, dass dieses Buch war, ganz besonderes ist.

Die Geschichte wird aus Millys Sicht berichtet. Man liest all ihre Gedanken, die zwar nicht immer ganz leicht zu verstehen sind aber zum einen erschreckend real und zum anderen sehr traurig. Durch den Schreibstil, der auch komplex und an einigen Stellen etwas durch den ständigen Wechsel zwischen wörtliche Rede und indirekte Rede, unterstreicht Millys Gedankengänge und macht die Geschichte auch real.

Millys Leben, bzw. das, was sie erlebt hat, wird nur nach und nach und in kleinen Portionen leicht ersichtlich. Man erfährt keine Details, man ist mehr dabei, wie sie mit der Situation umgeht, um über das Erlebte hinwegzukommen.

Aber was passiert, wenn dieses Leben auch nicht das Beste ist? Auch das erlebt man mit Milly und an vielen Stellen dachte ich mir, sehr ihr denn nicht, spürt ihr denn noch, ist die Familie blind.

Das Ende wurde sehr gut gewählt und die Geschichte ist sehr schlüssig und nachvollziehbar. Aber konnte mich nicht so richtig zufriedenstellen. Denn mir war der Kampf von Milly gegen das innere Böse nicht so sehr ersichtlich. Es war mehr der Kampf gegen die Mutter, die sie so sehr geprägt hat.

 

>>Fazit<<

Mich hat die Geschichte und jede Seite eingenommen, auch wenn man sich erst mal in den Schreibstil einfinden musste, so war er doch der Teil, der die Geschichte zu etwas Besonderen gemacht hat. Ich konnte Milly auf ihren Weg sehr gut begleiten und alles nachvollziehen und auch jetzt denke ich noch darüber nach. Der Autorin etwas ganz besonders gelungen. Einen Einblick in die Psyche eines jungen Menschen und wie man böse wird.

 

>>Bewertung<<

5 von 6 Zylinder

Danke an den Verlag, der mir dieses Buch als  Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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